Linholm WPC-Gartenhäuser
Fünf Serien. Ein Vergleich.
Von der funktionalen Einstiegslösung bis zum umfangreich ausgestatteten Gartenhaus: Der Vergleich zeigt Wandaufbau, Dachsystem und Lieferumfang der Linholm WPC-Serien auf einen Blick.
Linia
28-mm-Wände, WPC-Dach mit Gummidichtung und umfangreicher Lieferumfang.
Linia entdeckenLignum
28-mm-Wände und PVC-Dach mit Antikondensvlies.
Lignum entdeckenNorvia
28-mm-Wände, PVC-Dach und je nach Größe mit Fenster.
Norvia entdeckenSkagen
20-mm-Wände, Metalldach und integrierte Entwässerung.
Skagen entdeckenStava
21-mm-Wände, feuerverzinktes Stahldach und Oberlicht.
Stava entdecken| Merkmal | Linia | Lignum | Norvia | Skagen | Stava |
|---|---|---|---|---|---|
| Verschiedene Größen | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Wandstärke | 28 mm | 28 mm | 28 mm | 20 mm | 21 mm |
| Co-extrudierte Wände | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Wasserdichtes Dach | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Zusätzliche Dacheindeckung | Nicht erforderlich | Nicht erforderlich | Nicht erforderlich | Nicht erforderlich | Nicht erforderlich |
| Dachaufbau | Aluminium-Dachsparren und WPC-Bretter mit Gummidichtung | Aluminium-Dachsparren und PVC | PVC | Metall, 0,5 mm | Feuerverzinkter Stahl |
| Antikondensvlies | Nein | Inklusive | Inklusive | Nein | Nein |
| Sturmsicherung | Fundamentrahmen: Ja Dach: Nein |
Fundamentrahmen: Nein Dach: Ja |
Fundamentrahmen: Nein Dach: Ja |
Fundamentrahmen: Nein Dach: Nein |
Fundamentrahmen: Nein Dach: Nein |
| Lüftungsgitter | Inklusive | Inklusive | Inklusive | Inklusive | Inklusive |
| Entwässerung | Dachrinnenset mit Fallrohr inklusive | Dachrinnenset mit Fallrohr inklusive | Dachrinnenset mit Fallrohr inklusive | Entwässerungsset integriert | Keine Angabe |
| Position Dachrinne | Feststehend | Feststehend | Feststehend | Feststehend | Feststehend |
| Anbaudach | Bei entsprechenden Varianten rechts oder links montierbar | Keine Angabe | Bei entsprechenden Varianten rechts oder links montierbar | Keine Angabe | Keine Angabe |
| Fenster / Oberlicht | Ohne Anbaudach: Nein; mit Anbaudach: ein Fenster | Fenster teilweise, je nach Größe | Fenster teilweise, je nach Größe | Oberlicht inklusive | Oberlicht inklusive |
| Fußboden | Optional erhältlich | Optional erhältlich | Optional erhältlich | Optional erhältlich | Optional erhältlich |
| Montagevideo | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Montageanleitung | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
Linia
- Wand
- 28 mm, co-extrudiert
- Dach
- Aluminium-Dachsparren und WPC-Bretter mit Gummidichtung
- Dacheindeckung
- Nicht erforderlich
- Antikondensvlies
- Nein
- Sturmsicherung
- Fundamentrahmen: Ja
Dach: Nein - Entwässerung
- Dachrinnenset mit Fallrohr inklusive
- Position Dachrinne
- Feststehend
- Anbaudach
- Je nach Variante rechts oder links montierbar
- Fenster / Oberlicht
- Ohne Anbaudach: Nein; mit Anbaudach: ein Fenster
- Fußboden
- Optional erhältlich
- Montage
- Video und Anleitung
Lignum
- Wand
- 28 mm, co-extrudiert
- Dach
- Aluminium-Dachsparren und PVC
- Dacheindeckung
- Nicht erforderlich
- Antikondensvlies
- Inklusive
- Sturmsicherung
- Fundamentrahmen: Nein
Dach: Ja - Entwässerung
- Dachrinnenset mit Fallrohr inklusive
- Position Dachrinne
- Feststehend
- Fenster
- Teilweise, je nach Größe
- Fußboden
- Optional erhältlich
- Montage
- Anleitung, kein Video
Norvia
- Wand
- 28 mm, co-extrudiert
- Dach
- PVC
- Dacheindeckung
- Nicht erforderlich
- Antikondensvlies
- Inklusive
- Sturmsicherung
- Fundamentrahmen: Nein
Dach: Ja - Entwässerung
- Dachrinnenset mit Fallrohr inklusive
- Position Dachrinne
- Feststehend
- Anbaudach
- Je nach Variante rechts oder links montierbar
- Fenster
- Teilweise, je nach Größe
- Fußboden
- Optional erhältlich
- Montage
- Anleitung, kein Video
Skagen
- Wand
- 20 mm, co-extrudiert
- Dach
- Metall, 0,5 mm
- Dacheindeckung
- Nicht erforderlich
- Antikondensvlies
- Nein
- Sturmsicherung
- Fundamentrahmen: Nein
Dach: Nein - Entwässerung
- Integriertes Entwässerungsset
- Position Dachrinne
- Feststehend
- Oberlicht
- Inklusive
- Fußboden
- Optional erhältlich
- Montage
- Anleitung, kein Video
Stava
- Wand
- 21 mm, co-extrudiert
- Dach
- Feuerverzinkter Stahl
- Dacheindeckung
- Nicht erforderlich
- Antikondensvlies
- Nein
- Sturmsicherung
- Fundamentrahmen: Nein
Dach: Nein - Lüftungsgitter
- Inklusive
- Position Dachrinne
- Feststehend
- Oberlicht
- Inklusive
- Fußboden
- Optional erhältlich
- Montage
- Anleitung, kein Video
Ausstattung und Ausführung können je nach Modellgröße variieren. Maßgeblich sind die Angaben auf der jeweiligen Produktseite.
Was ist WPC?

WPC steht für Wood Plastic Composite und bezeichnet einen modernen Verbundwerkstoff aus Holzfasern und Kunststoff. Vereinfacht gesagt verbindet WPC die natürliche Optik von Holz mit den widerstandsfähigen Eigenschaften moderner Kunststoffe.
Das Material wurde entwickelt, um typische Schwächen von klassischem Holz zu reduzieren. Während ein Gartenhaus aus Holz regelmäßig gestrichen, gepflegt und vor Feuchtigkeit geschützt werden sollte, zeigt sich ein WPC-Gartenhaus deutlich entspannter. Pinsel, Lasur und das alljährliche
„Wir müssten das Gartenhaus mal wieder streichen“
dürfen meist im Schuppen bleiben.

Je nach Hersteller und Produktlinie unterscheiden sich die Zusammensetzung, die Wandstärke, die Oberflächenstruktur und das Herstellungsverfahren. Hochwertige WPC-Profile bestehen aus einem stabilen Materialkern und können zusätzlich mit einer schützenden Ummantelung versehen sein. Dieses Verfahren wird als Co-Extrusion bezeichnet. Unsere Gartenhäuser sind alle co-extrudiert.
Bei co-extrudiertem WPC wird der eigentliche Materialkern von einer zusätzlichen Schutzschicht umgeben. Diese macht die Oberfläche widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit, Verschmutzungen, Farbveränderungen und alltägliche Beanspruchungen.
WPC wird heute unter anderem für Terrassendielen, Zäune, Fassaden und Gartenhäuser verwendet. Gerade bei Gartenhäusern ist das Material eine interessante Alternative für alle, die eine moderne Optik wünschen, aber möglichst wenig Zeit in die laufende Pflege investieren möchten.
Sie möchten mehr darüber erfahren, wie das Material der Linholm WPC Gartenhäuser beschaffen ist? Lesen Sie gern den Artikel: Was bedeutet co-extrudiertes WPC?
Welche Vorteile hat ein WPC-Gartenhaus?
Der größte Vorteil eines WPC-Gartenhauses liegt im vergleichsweise geringen Pflegeaufwand. Das Material muss in der Regel weder gestrichen noch lasiert werden. Für die Reinigung reichen meist Wasser, ein weicher Schwamm und bei stärkeren Verschmutzungen ein mildes Reinigungsmittel aus.
Dadurch spart ein WPC-Gartenhaus nicht nur Zeit, sondern über viele Jahre hinweg auch Kosten für Farbe, Lasur, Pinsel und andere Pflegeprodukte.
Hohe Witterungsbeständigkeit
WPC nimmt deutlich weniger Feuchtigkeit auf als unbehandeltes Holz. Dadurch ist das Material weniger anfällig für Quellen, Schwinden oder Verziehen.
Regen, Sonne und wechselnde Temperaturen machen einem hochwertigen WPC-Gartenhaus daher vergleichsweise wenig aus. Voraussetzung ist natürlich, dass das Gartenhaus fachgerecht aufgebaut wird und auf einem ebenen, tragfähigen Fundament steht.
Kein regelmäßiges Streichen
Ein klassisches Holzhaus benötigt je nach Standort, Witterung und Beschichtung regelmäßig einen neuen Schutzanstrich. Bei einem WPC-Gartenhaus entfällt dieser Aufwand weitgehend.
Das Gartenhaus behält seine moderne Optik, ohne dass jedes Frühjahr über Schleifpapier, Holzschutzlasur und die passende Wettervorhersage diskutiert werden muss. Gerade für Gartenbesitzer, die ihr Gartenhaus nutzen und nicht ständig daran arbeiten möchten, ist das ein entscheidender Vorteil.
Moderne und gleichmäßige Optik
WPC-Gartenhäuser überzeugen durch klare Linien, gleichmäßige Oberflächen und moderne Farbtöne. Besonders Grau, Anthrazit sowie natürliche Beige- und Holztöne passen gut zu zeitgemäß gestalteten Gärten, Terrassen und Wohnhäusern.
Durch die gleichmäßige Materialstruktur wirkt die Oberfläche ruhig und hochwertig. Natürliche Unterschiede wie Äste, Risse oder ungleichmäßige Maserungen, die bei Holz vorkommen können, spielen bei WPC keine Rolle.
Formstabil und langlebig
Durch die Kombination aus Holzfasern und Kunststoff ist WPC formstabil und widerstandsfähig. Bei hochwertiger Verarbeitung bleiben die Wandprofile, Steckverbindungen und Oberflächen langfristig belastbar.
Je nach Produktlinie und Konstruktion unterscheiden sich die einzelnen WPC-Gartenhäuser jedoch deutlich. Wandstärke, Unterkonstruktion, Dachaufbau, Türen und Verbindungssysteme haben einen großen Einfluss auf Stabilität und Lebensdauer.
WPC ist daher nicht automatisch gleich WPC. Ein genauer Blick auf die technischen Daten lohnt sich.
Pflegeleicht im Alltag
Pollen, Staub und leichte Verschmutzungen lassen sich meist unkompliziert entfernen. In vielen Fällen reichen klares Wasser und ein weicher Schwamm bereits aus.
Ein Hochdruckreiniger ist dagegen häufig keine gute Idee. WPC ist zwar pflegeleicht, aber kein Fan von unnötigem Dauerbeschuss. Zu hoher Wasserdruck kann die Oberfläche oder Verbindungen beschädigen.
Hat WPC auch Nachteile?
So überzeugend WPC in vielen Bereichen ist: Das perfekte Material für jeden Zweck gibt es nicht. Auch ein WPC-Gartenhaus bringt einige Eigenschaften mit, die vor dem Kauf berücksichtigt werden sollten.
Ob diese Punkte tatsächlich ein Nachteil sind, hängt vor allem von den eigenen Erwartungen, dem geplanten Einsatz und dem Standort des Gartenhauses ab.
Höherer Anschaffungspreis
WPC-Gartenhäuser sind häufig teurer als einfache Gartenhäuser aus unbehandeltem Holz oder dünnem Metall.
Der höhere Kaufpreis relativiert sich jedoch teilweise über die Nutzungsdauer. Da regelmäßige Anstriche und viele klassische Holzschutzmaßnahmen entfallen, entstehen langfristig meist geringere Pflegekosten.
Wer ausschließlich nach dem niedrigsten Anschaffungspreis sucht, wird bei einem einfachen Holz- oder Metallgerätehaus möglicherweise günstiger fündig. Wer dagegen Wert auf wenig Pflege und eine moderne Optik legt, sollte die Gesamtkosten über mehrere Jahre betrachten.
Hohes Eigengewicht
WPC-Profile sind vergleichsweise schwer. Das sorgt einerseits für Stabilität, macht Transport und Montage andererseits aber anspruchsvoller.
Ein solides und exakt vorbereitetes Fundament ist deshalb besonders wichtig. Auch beim Aufbau sollte ausreichend Unterstützung eingeplant werden. Manche Bauteile lassen sich zu zweit deutlich angenehmer montieren als allein.
Kurz gesagt: Das Gartenhaus ist pflegeleicht, baut sich aber trotzdem nicht von selbst auf.
Weniger individuell veränderbar
Ein klassisches Holzhaus lässt sich vergleichsweise einfach streichen, kürzen oder baulich anpassen. Bei einem WPC-Gartenhaus sollten nachträgliche Veränderungen deutlich vorsichtiger vorgenommen werden.
Bohrungen, Ausschnitte oder zusätzliche Befestigungen können die Konstruktion beeinflussen und unter Umständen Auswirkungen auf Garantieansprüche haben. Türen, Fenster oder Zwischenwände lassen sich daher nicht bei jedem Modell beliebig versetzen oder entfernen.
Wer bereits vor dem Kauf umfangreiche Umbauten plant, sollte genau prüfen, ob das gewünschte Modell dafür geeignet ist.
Dunkle Oberflächen können sich erwärmen
Dunkle WPC-Oberflächen können sich bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich aufheizen. Das betrifft besonders anthrazitfarbene Gartenhäuser an vollsonnigen Standorten.
Für die Nutzung als Gerätehaus ist dies meist unproblematisch. Werden jedoch temperaturempfindliche Gegenstände gelagert oder soll das Gartenhaus regelmäßig als Aufenthaltsraum genutzt werden, sollte auf eine gute Belüftung und einen geeigneten Standort geachtet werden.
Auch helle Farbtöne können sich erwärmen, nehmen die Sonnenenergie jedoch in der Regel weniger stark auf als sehr dunkle Oberflächen.
Kondenswasser kann entstehen
Auch bei einem WPC-Gartenhaus kann sich Kondenswasser bilden. Das liegt nicht allein am Material, sondern entsteht vor allem dann, wenn warme, feuchte Luft im Inneren auf kühlere Wand- oder Dachflächen trifft.
Besonders in den Übergangszeiten, bei starken Temperaturschwankungen oder bei dauerhaft geschlossenen Türen und Fenstern kann sich Feuchtigkeit niederschlagen.
Regelmäßiges Lüften ist deshalb wichtig. Türen und Fenster sollten immer wieder geöffnet werden, damit die Luft zirkulieren und Feuchtigkeit entweichen kann. Je nach Dachkonstruktion kann zusätzlich ein Antikondensvlies sinnvoll sein. Dieses ist jedoch nicht bei jedem Gartenhaus im Lieferumfang enthalten.
Kondenswasser ist kein ausschließliches WPC-Problem. Es kann grundsätzlich bei Gartenhäusern aus unterschiedlichen Materialien auftreten. Ganz nach dem Motto: Auch ein pflegeleichtes Gartenhaus möchte gelegentlich einmal durchatmen.
Qualitätsunterschiede zwischen den Herstellern
WPC ist nicht automatisch gleich WPC. Unterschiede gibt es unter anderem bei der Materialzusammensetzung, der Wandstärke, der Oberflächenbeschichtung, der UV-Beständigkeit und der gesamten Konstruktion.
Auch die Qualität der Türen, Fenster, Beschläge, Dachmaterialien und Verbindungselemente spielt eine wichtige Rolle.
Ein auffällig günstiger Preis kann daher bedeuten, dass bei Materialstärke, Ausstattung oder Konstruktion gespart wurde. Vor dem Kauf sollten deshalb nicht nur Außenmaße und Farbe verglichen werden, sondern auch Wandaufbau, Dachlast, Türqualität, Belüftung und Lieferumfang.
Sind die Nachteile von WPC ein Grund, darauf zu verzichten?
In den meisten Fällen nicht. Entscheidend ist, ob das Material zu den eigenen Anforderungen passt.
Wer ein pflegeleichtes, modernes und langlebiges Gartenhaus sucht und möglichst wenig Zeit mit Streichen und Holzschutz verbringen möchte, trifft mit WPC häufig eine sehr gute Wahl.
Wer dagegen sein Gartenhaus regelmäßig farblich verändern, umfangreich umbauen oder möglichst günstig erwerben möchte, kann mit einem klassischen Holzhaus besser beraten sein.
Die Vor- und Nachteile sollten deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Ein höherer Kaufpreis kann beispielsweise durch geringere Pflegekosten ausgeglichen werden. Das höhere Eigengewicht trägt gleichzeitig zur stabilen Konstruktion bei. Und die geringere Veränderbarkeit sorgt dafür, dass das Gartenhaus als abgestimmtes System aufgebaut wird.
Eine ausführliche und ehrliche Betrachtung der möglichen Schwächen finden Sie in unserem Ratgeber:
Hat WPC Nachteile? Ein ehrlicher Blick auf das Material
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Ein WPC-Gartenhaus sollte sorgfältig geplant werden: Der verfügbare Platz, die gewünschte Nutzung, ein tragfähiges Fundament und die Voraussetzungen für den Aufbau spielen dabei eine wichtige Rolle. Der große Ratgeber erklärt die Planung Schritt für Schritt und hilft, typische Fehler frühzeitig zu vermeiden.